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Fachbegriffe

A

Absetzer:
Jungtier eines Hausrindes, das aus der Fleischrinderhaltung stammt. Die Jungtiere werden bis zum Zeitpunkt des Absetzens (im Alter von sechs bis elf Monaten) im Regelfall bei dem Mutterrind aufgezogen und anschließend als Absetzer vermarktet oder aber bis zur Verwendung in der Zucht weiterversorgt oder bis zur Schlachtung gemästet.

Ammenkühe:
Als Ammenkühe bezeichnet man Kühe, die nicht nur ihre eigenen Kälber säugen, sondern auch die Kälber anderer Kühe.

Anthroposophie:
(von altgriechisch ἄνθρωπος ánthrōpos ‚Mensch‘ und σοφία sophίa ‚Weisheit) Zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Rudolf Steiner (1861–1925) begründete weltanschauliche Lehre, auf der u. a. die Waldorfpädagogik basiert. Sie ist Grundlage der biologisch-dynamischen Landwirtschaft.

B

Biologisch-dynamische Landwirtschaft:
Darunter versteht man Viehzucht, Bewirtschaftung der Länderreien und des Hofes nach anthroposophischen Grundsätzen. Grundlage sind eine Reihe von Vorträgen von Rudolf Steiner, die er im Winter 1924/1925 gehalten hat. Sie versteht den Bauernhof mit all seinen Bereichen als ein Individuum mit einem in sich geschlossenen Kreislauf.

Biestmilch:
Biestmilch ist die Milch einer Kuh, die gerade gekalbt hat. Sie wird auch Kolostralmilch genannt. Sie enthält sehr hohe Nähr- und Wirkstoffe, die in den ersten Tagen wichtig sind für das Kalb.

Bulle:
Deutscher Begriff für ein männliches geschlechtsreifes Hausrind. Es wird oft auch als Stier bezeichnet.

C

D

Demeter:
Demeter ist ein geschütztes Markenzeichen. Unter ihm werden Produkte verkauft, die nach biologisch-dynamischen Prinzipien erzeugt werden. Der Name leitet sich von der griechischen Mutter- und Fruchtbarkeitsgöttin Demeter ab.

E

F

Färse:
Als Färse werden zuchtreife weibliche Hausrinder bezeichnet, bis sie ihr erstes Kalb bekommen. Im Süddeutschen oder österreichischen Raum verwendet man den Begriff Kalbin.

Fresser:
Hausrind-Jungtiere im Alter von vier bis zwölf Monaten heißen auch Fresser, sofern sie aus der Milchviehhaltung kommen. Das Mutterrind eines Fressers ist demnach eine Milchkuh. Ab diesem Alter ist das Jungtier nicht mehr auf die Milch der Mutter angewiesen sondern frisst eigenständig Raufutter oder Kraftfutter.

G

Goldvieh:
Tragende Kühe bezeichnet man regional auch als Goldvieh.

Gülle:
Gülle bezeichnet einen organischen Dünger, der sich aus Jauche, Kot, eventuell Wasser sowie Resten von Einstreu und Futter zusammensetzt.

H

Heu:
Als Heu bezeichnet man getrocknetes Gras oder andere Futterpflanzen wie Klee oder Luzerne. Es enthält vor allem Blattanteile der Pflanzen und wird als Futter für Nutztiere verwendet.

 

I

J

Jauche:
Als Jauche bezeichnet man eine Sammlung flüssiger Exkremente von Nutztieren, die aus dem Misthaufen herausläuft. Im Gegensatz zur Gülle ist sie konzentrierter und reicher an Kalium und und Stickstoff.

Jungrind:
Hausrind-Jungtiere ab dem achten Monat werden als Jungrinder bezeichnet.

Jungvieh:
Sammelbegriff für Kälber, Jungrinder, Färsen, Jungbullen und junge Ochsen.

 

 

K

Kalb:
Als Kälber bezeichnet man noch nicht zuchtreife Hausrind-Jungtiere bis zum siebten Monat.

Kompost:
Ansammlung organischer Abfälle. Diese werden von Bakterien und Pilzen zersetzt. Dieser wird als Dünger verwendet.

Kuh:
Als Kuh wird ein weibliches Hausrind bezeichnet, nachdem es sein erstes Kalb geboren hat.

L

M

Milchvieh:
Weibliche Hausrinder, die gemolken werden.

 

 

N

O

Ochse:
Als Ochsen werden kastrierte männliche Hausrinder jeden Alters bezeichnet.

P

Q

R

S

Schnitzkalbin:
Als Schnitzkalbin bezeichnet man unfruchtbare weibliche Rinder jeden Alters. Dies sind weibliche Tiere aus Zwillingsgeburten, bei denen eines der Zwillingskälber ein Bulle ist. Der Hormonhaushalt des Bullenkalbes verhindert über dieVerbindungen beider Mutterkuchen bei seiner Zwillingsschwester die vollständige Ausbildung der Eierstöcke. Dadurch sind weibliche Kälber aus zweigeschlechtlichen Zwillingsgeburten zu 95 % unfruchtbar.

Silage:
Auch bekannt als Gärfutter oder Silo. Silage ist ein Futtermittel für Nutztiere (vor allem Rinder). Es besteht aus Grünfutter, wie zum Beispiel Gras, Mais, Luzerne, Klee oder Getreide. Dieses wird durch Milchsäuregärung konserviert.

Spelz:
Die Hülle um ein Getreidekorn nennt man Spelz. Beim Dreschen fällt das Korn aus dem Spelz, der an der Ähre hängen bleibt. Lediglich beim Dinkel bleibt der Spelz um das Korn. Er wird später in einer Mühle zwischen zwei Mühlsteinen vorsichtig entfernt.

Steiner, Rudolf:
Rudolf Steiner war österreichsischer Wissenschaftler und Philosoph. Er lebte von 1861 bis 1925. Er begründete die Anthroposophie und legte damit den Grundstein für verschiedene Lebensbereiche wie die Waldorfpädagogik, die anthroposophische Architektur und die biologisch-dynamische Landwirtschaft.

Stroh:
Sammelbegriff für ausgedroschene und trockene  Halme und Blätter von Getreide, Faserpflanzen oder Hülsenfrüchten. Es wird als Einstreu für Ställe verwendet und landet, in Mischung mit Exkrementen, als Mist auf einem Haufen. Der Mist kann als Dünger verwendet werden.

T

Triticale:
Triticale ist eine Getreideart, eine Mischung aus Roggen und Weizen. Triticale wurde gezüchtet, um die Anspruchslosigkeit des Roggens mit der Qualität des Weizens zu verbinden.

 

 

U

V

W

X

Y

Z